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Quelle:
http://digital.orf.at/
Europäische
Entwicklung
Im gesamten europäischen Raum werden bereits Versuche mit digitalem
terrestrischen Fernsehen durchgeführt:
In Großbritannien, Schweden, Spanien und Finnland wurde mit dieser
Technologie bereits ein Regelbetrieb aufgenommen. In Frankreich,
Deutschland und Irland ist man gerade dabei, die Einführung zu regeln.
In der Schweiz wird, trotz eines Verkabelungsgrads von 87 Prozent, in
Graubünden ein Pilotprojekt durchgeführt.
Auch in Österreich wurden bereits 1999 Untersuchungen mit DVB-T im
Ennstal durchgeführt. Erhoben wurde damals das Ausbreitungsverhalten im
alpinen Raum. Im Rahmen der 2002 neugegründeten "Digitalen Plattform
Austria" (DPA), plant man 2002-03 weitere Tests.
Auch die osteuropäischen Staaten sind dabei, Frequenzen für digitales
terrestrisches Fernsehen zu reservieren. Für 2005 ist eine Konferenz für
die künftige Frequenzzuteilung dieser neuen Ausstrahlungstechnik
geplant. Dabei soll bereits auf die Besonderheiten des DVB-T-Verfahrens
wie die "Gleichfrequenztauglichkeit" eingegangen und auch die künftige
Frequenzlandschaft nach der Einstellung des analogen Fernsehens
beleuchtet werden. Für Europa wird erwartet, dass auf Grund der
Frequenzökonomie, je Region, um die 20 Fernsehprogramme terrestrisch
abgestrahlt werden können.
Bereits in den neunziger Jahren wurde in Europa eine Normierung für
digitales terrestrisches Fernsehen (die Kurzbezeichnung DVB-T steht für
"Digital Video Broadcasting-Terrestrial") vorgenommen. Dabei wurde
versucht, auch Probleme, die beim derzeitigen analogen terrestrischen
Fernsehsystem bestehen - wie Echostörungen ("Geisterbilder") und
Frequenzmangel - weitgehend zu lösen.

Der jetzt vorliegende technische Standard erfüllt die gestellten
Anforderungen. Diesen Standard werden alle europäischen Länder und auch
viele Staaten außerhalb Europas einführen.
Die Vereinigten Staaten und Japan haben jedoch jeweils eigene Standards
entwickelt, sodass - wie beim derzeitigen analogen Fernsehen - kein
weltweit einheitliches System realisiert werden wird.
Durch die Digitalisierung werden nicht mehr Fernsehbilder, sondern
Datenströme vom Sender zum Teilnehmer übertragen. Die Datenströme werden
so dimensioniert, dass sie in die bestehenden Fernsehkanäle passen. Der
Inhalt der Datenströme kann vom Anbieter weitgehend variiert werden.
 
Die Vorteile
So ist es etwa bei den aktuellen technischen Gegebenheiten in Österreich
möglich, in einem Datenstrom vier Fernsehprogramme mit herkömmlicher
Bildqualität, zwei bis vier Radioprogramme und zusätzliche Datendienste
hineinzupacken. Das bedeutet, in einem analogen Fernsehkanal können vier
digitale Fernseh- und Radioprogramme sowie Zusatzdienste gebündelt
werden, was zu einer Vervielfachung des Programmangebots bei gleicher
Frequenznutzung führt. Es könnten aber auch weniger Fernsehprogramme und
mehr Radioprogramme oder mehr Zusatzdienste übertragen werden, je nach
Bedarf. Die Struktur der Übertragung ist folgende:
Die Programmanbieter liefern ihre Programme (Fernsehen, Hörfunk, Daten)
zu einem zentralen Punkt, dem so genannten Multiplexer. Der Multiplexer
fasst dieses Angebot zu einem Datenstrom zusammen und liefert es zum
Sender, der den Datenstrom ausstrahlt. Die Heimempfänger in den
Haushalten empfangen dieses Signal und trennen es in die einzelnen
Programme (TV, Radio, Daten) auf.
 
In vielen Fällen wird auch keine Dachantenne mehr erforderlich sein,
weil das System auch für portablen Empfang ausgelegt ist. Auch die
störenden Geisterbilder (Reflexionen von Bergen, Häusern etc.) werden
bei DVB-T der Vergangenheit angehören, weil solche "Echostörungen" von
der digitalen Technik als Nutzsignal verwertet werden können.
Ein weiterer Vorteil ist die so genannte "Gleichfrequenztauglichkeit".
Es ist möglich, mehrere Sender - auch bei überlappendem
Versorgungsgebiet - auf nur einer Frequenz (einem Fernsehkanal) zu
betreiben. Dadurch sind die bisher knappen Frequenzressourcen nicht mehr
entscheidend - sondern die Inhalte. Glasklarer Empfang: Kompakte
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